26.01.2026
Exkursion in den Trostberger Auwald
Wie und wo überwintern hier Tiere?
Bei echtem Winterwetter trafen sich im Januar die Klassen der 6. Jahrgangsstufe zur Exkursion „Überwinterungsstrategien von einheimischen Wirbeltierarten“ im Trostberger Auwald mit Helmut Gattinger, Leiter des Forstreviers Trostberg. Begleitet wurde der Förster von Julia Bourgett, die Fortwissenschaften studiert. Gemeinsam leiteten sie die Schülerinnen und Schüler zu genauer Naturbeobachtung an.
Schnell waren im naturbelassenen Laubwald mit Bäumen unterschiedlichen Alters Baumhöhlen und Nester gefunden, da im Winter die Sicht nicht durch Laub behindert wird. Anhand von Spurenbildern im Schnee oder Gipsabdrücken von sogenannten Trittsiegeln lernten die 6. Klassen die Tierarten kennen, die den Winter über aktiv sind, wie zum Beispiel Wildschwein, Reh, Wolf oder Fuchs. Bei einem Rollenspiel zur Überwinterungsstrategie Winterruhe wurde den Schülerinnen und Schüler als Eichhörnchen beim Suchen ihrer zuvor gut versteckten „Nüsse“ wieder warm, vor allem weil zwei winteraktive Marder auf der Jagd waren. Dabei bewegten sie sich zwischen den Winterschlafverstecken, der im Auwald vorkommenden Haselmauspopulation.
Beeindruckend war die Beobachtung einiger Singvogelarten, die mit Hilfe einer Vogelstimmen-App ausfindig gemacht wurden und so leicht in den Baumkronen entdeckt werden konnten, wie zum Beispiel Gartenbaumläufer, Schwanzmeise, Blaumeise und Kernbeißer. Als Standvögel ziehen sie im Winter nicht fort. Im Vogelschutzgebiet an der Alz finden sie genügend Nahrung, wie zum Beispiel Beerenfrüchte oder unter der Rinde überwinternde Insekten. Die Vogelbeobachtung war eine schöne Übung für die „Wilds“ unter den Schülerinnen und Schülern genauso wie für die „Chills“ – einmal richtig leise sein!
Und nur der angefrorene Schnee knirschte noch laut beim Schleichen durch den Winterwald.
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